Mobbing

Internetrecherche zu Mobbing am Arbeitsplatz – Stand 18.März 2020

Mobbing hat sich zu einem Begriff entwickelt, der auch im Internet eine zunehmende Bedeutung annimmt. Ich meine jetzt nicht das Shit Storms und Pöbeleien in den Social Media oder beleidigende E-Mails. Nein, die Opfer setzen sich zunehmend zur Wehr und suchen nach Lösungen, sie werden aktiv. Über 33.000 Suchanfragen zum Stichwort Mobbing registriert Google monatlich in Deutschland. Mobbing ist eben nicht nur in der Schule, sondern auch am Arbeitsplatz präsent und damit zunehmend auch ein arbeitsrechtliches Thema. Dabei hat das wiederholte verbale, manchmal aber auch körperliche Attackieren im Büro aber auch eine zweite Komponente: Der Dauerstress kann mit ein Faktor sein, der den Burnout begünstigt. Ähnlich wie Mobbing ist der Burnout dabei mittlerweile in der breiten Öffentlichkeit und auch bei Fachleuten anerkannt und wird nicht länger belächelt: Burnout ist eine Berufskrankheit. Mobbing und Burnout sind keine unlösbaren Probleme: Sie können sogar Lösungswege für eine neue berufliche Entwicklung aufzeigen …

Gesetze gegen Mobbing?

Mobbing am Arbeitsplatz ist in der Gesetzgebung der einzelnen Staaten unserer Welt unterschiedlich normiert: In manchen Ländern, dazu gehören Schweden, Frankreich oder Spanien, gibt es Gesetze gegen Mobbing am Arbeitsplatz. In den meisten Ländern besteht kein ausdrücklicher Schutz gegen Mobbing, solange nicht einzelne Handlungen rechtliche Tatbestände erfüllen. In der Europäischen Union gibt es immer wieder Inititativen für ein allgemein gültiges Anti-Mobbing-Gesetz, bisher aber ohne durchgreifenden Erfolg.

In den letzten Jahren wurden durch mehrere Gerichtsurteile grundsätzlich die Rechte der gemobbten Arbeitnehmer gestärkt und die Pflichten der Arbeitgeber erweitert. Dazu gehört die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers. (§ 241 BGB) Das Thüringer Landesarbeitsgericht hat bereits 2001 entschieden, dass „der Arbeitgeber als Störer nicht nur dann in Anspruch genommen werden (kann), wenn er selbst den Eingriff begeht oder steuert, sondern auch dann, wenn er es unterläßt, Maßnahmen zu ergreifen oder seinen Betrieb so zu organisieren, dass eine Verletzung des Persönlichkeitsrechts ausgeschlossen wird“.[Quelle Wikipedia]

Wie Mobbing funktioniert

Mobbing kann man nur bekämpfen, wenn man einmal verstanden hat, wie es dazu kommt. Es gibt zwei Grundvoraussetzungen:

  • Es fehlen Ausweichmöglichkeiten, der Arbeitnehmer ist dem Mobbenden gezwungenermaßen ausgeliefert bzw. von ihm abhängig – leider sind häufig Vorgesetzte die Mobbenden
  • Der Gemobbte ist unter, entweder bezüglich seiner Position oder zahlenmäßig den anderen Kollegen unterlegen

Mobbing folgt häufig einem bekannten Muster:

  • Es wird gedemütigt.
  • Falsche Tatsachen werden verbreitet.
  • Der Gemobbte wird ausgegrenzt und isoliert.
  • Dem bzw. der Betroffenen werden sinnlose oder unter dem Niveau liegende Arbeitsaufgaben zugewiesen.
  • Seine bzw. ihre Leistung wird ständig und grundlos herabgewürdigt.
  • Sexuelle oder rassistische Anspielungen spielen eine große Rolle.
  • Der bzw. die Betroffene wird anhand von sachlichen, aber nicht nachweisbaren Gründen verunsichert.

Die betroffenen Arbeitnehmer reagieren vor allem mit Stress: Demotivation, starkes Misstrauen, Nervosität, sozialer Rückzug, Leistungs-, Denkblockaden und Selbstzweifel gehören zu den Folgen des Mobbing.

Sind Sie von Mobbing betroffen?

Wenn Sie von Mobbing betroffen sind, kläre ich Sie gerne in einem Beratungsgespräch über Ihre Chancen und Möglichkeiten auf. Mit meinen über 25 Jahren Erfahrung als Fachanwalt für Arbeitsrecht bringe ich die nötige Erfahrunge dazu mit.

Definition

Mobbing am Arbeitsplatz bedeutet, dass ein Mensch von Vorgesetzten oder Kollegen systematisch schikaniert, benachteiligt, beleidigt oder ausgegrenzt wird – und zwar über einen längeren Zeitraum.